Die Sonne erwacht und steigt träge in den Himmel – doch der Bauer ist längst auf dem Feld. Am Abend versinkt die Sonne müde am Horizont, taucht die Welt ringsherum sanft in rosafarbene Töne – und der Bauer ist noch immer bei der Arbeit, mit einem Lächeln im Gesicht trotz aller Mühsal.
Seit Menschengedenken steht in diesen Gegenden dieses schöne Holzhaus. Ein Kätzchen saß an der Schwelle der Haustür und wachte treu über die Gemütlichkeit und den Frieden des Hauses, und aus dem Fenster strömte der Duft von frischem Brot. Ziegen und Kühe grasten friedlich auf der Wiese. Im Garten spazierten gemächlich die Hühner auf der Suche nach dem nächsten Korn oder Wurm. Der goldene Hahn – eine lokale Schönheit – stolzierte auf der Dachspitze, als wolle er auf Augenhöhe mit der Sonne sein und seine Schönheit mit ihr selbst messen.
Hier lag ein Gefühl von Freiheit! Jeder, von klein bis groß, schien hier seinen Platz zu haben, jeder – seine eigene Bestimmung. Jeder war sein eigener Herr … und sein eigener Richter.
Aber am interessantesten war es, den Bauern zu beobachten. Oft bot man ihm an, sein Vaterhaus, sein Heimatland, all diese scheinbar bedrückende Einförmigkeit zu verlassen – sich auf die Suche nach einem besseren Leben, nach Bequemlichkeit und Komfort zu machen. Doch der Bauer ist noch immer da. Da, wo einst seine Eltern und fernen Vorfahren lebten und wo eines Tages seine Kinder leben werden.
Wie gelingt es ihm, Freude und Sinn des Lebens in Einfachheit und Bescheidenheit zu finden? Was weiß dieser Bauer besser als wir? Was hat er nicht vergessen …?